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94th

Heute wäre sein 94. Geburtstag. Ich, nein, wir alle müssen leider schon seit einigen Jahren auf ihn verzichten.

Vielleicht bekommen meine Familienmitglieder bei IHM ja jetzt Konzerte mit Stücken wie diesem hier.

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Erleichterung

Sie macht sich seit gestern bei mir breit, kriecht sanft durch jede meiner Poren.

Ich habe es mit Ruhe und Konsequenz tatsächlich binnen knapp zweier Wochen geschafft, für eine Freundin im Landkreis Cochem eine Wohnung zu finden.

Ich habe ihr diesen Dienst getan, da sie zum einen gesundheitlich dazu momentan nicht in der Lage ist, und, zum anderen, weil ich sie einfach mag. Wir haben in der Zeit, die wir momentan in Kontakt sind, einfach wahnsinnig gute Gespräche geführt, Probleme gemeinsam gelöst.

Sie war und ist für mich da rund um den Tod meiner Mama, wir haben bereits einige lange Telefonate geführt. Zudem sind wir beide einfach musikverrückt. Viele unserer Botschaften erfahren wir voneinander durch Musikvideos, die als Ergänzungen zu unseren manchmal nur kurzen Gesprächen ganz eigenen Bedeutungen bekommen. Das tut ihr wie mir einfach gut. Noch gestern hat sie es erwähnt.

Heute nach meiner Alexianer- Zeit starte ich zu ihr, gebe etwas von dem zurück, was ich bekomme.

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Hohe Luft – Frage 9

Sehen wir nur, was wir kennen?

Im Moment spielt Musik in meinem Alltag eine noch viel größere Rolle, als sie es in den Jahren und Jahrzehnten zuvor getan hat. Jetzt schafft sie es, neben der Therapie und Arbeit, mir inneren Rhythmus zu geben, Texte lenken meine Gedanken um und das gemeinsame Interesse an der Musik im musikalischen Irrenhaus holt neben den so ungefilterten Kontakten zu meinen Kollegen mit großer Sicherheit mein Lächeln zurück aufs Gesicht und in Gedanken. Auch lerne ich dort neue Menschen kennen, die Geschichten hinter den geposteten Liedern und noch einiges mehr.

Diejenigen, die ich bisher persönlich habe kennenlernen können, sind eine Bereicherung für mich, auch tut es unglaublich gut, ungekünstelte und ehrliche Gespräche führen zu können.

In der Gruppe sehe ich eben nicht nur, was ich kenne, der gemeinsame Nenner ist eben Musik, mit all‘ ihren Ausprägungen. Dort bin ich das erste Mal auf Antidepressiva gestoßen, fange gerade an, mich in ihre Lieder hineinzuhören.

Wie bei mir für den speziellen Bereich der Musik gilt es meiner Meinung nach auch allgemein. Wir nehmen all‘ das wahr, sehen all‘ das, was ähnlich zu unserem bisherigen Erfahrungsschatz ist. Zum einen zeigt ein Vergleich des neuen immer Ähnlichkeiten mit Vertrautem, was Sicherheit bietet, uns ein Reaktionsmuster zur Verfügung steht, welches an die Unterschiede angepasst werden kann.

Passiert es, daß man mit etwas vollkommen neuem konfrontiert wird, so kann und muß man sich darauf einstellen. Muß es spontan passieren, dann beinhaltet das eine nicht zu mißachtende Fehlerquelle. Es fehlt schlicht die Zeit, abzuwägen.

Es müssen neue Reaktionsmuster entstehen, plötzlich und spontan. Man wird genötigt, wahrzunehmen und Position zu beziehen.

Eines der Grundprinzipien dieses Prozesses beschreibt dieses Buch:

Ein tolles Basiswerk. Es hat riesig Spaß gemacht, es zu lesen.

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Rückhalt…

…. bietet mein Gerüst in den Wochen und Monaten, die meine Mutter jetzt bereits fehlt.

Und ich merke, wo und wie, wer wirklich Freunde sind, mich und meine Tränen aushalten, mich unterstützen, Gedanken zu sortieren, mir einfach mal zuhören.

Das ist und ihr seid mir sehr viel wert.