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Willkommen zurück

Bobath & Vojta.

So wirklich weiß ich noch nicht, was ich davon halten soll. Grundsätzlich steh ich der Sorge um meine Beweglichkeit positiv gegenüber, bin bei den beiden Namen allerdings etwas reserviert.

Das Bobath-Konzept ist ein problemlösender Ansatz in der Befundaufnahme und Behandlung Erwachsener und Kinder mit neurologischen Erkrankungen.
Insbesondere nach einem Schlaganfall bei halbseitig gelähmten Menschen (Hemiplegikern) kann das Konzept in der Rehabilitation angewendet werden. Das Bobath-Konzept wurde im Gegensatz zu anderen Therapien, wie zum Beispiel der Forced Use Therapy (FUT), bisher nicht durch wissenschaftliche Studien als signifikant wirksam eingestuft. Dennoch wird das Bobath-Konzept weltweit mit fraglichem Erfolg angewendet.
Die Vojta-Therapie ist eine physiotherapeutische Behandlungsmethode bei Störungen des zentralen Nervensystems und des Haltungs- und Bewegungsapparates. Sie wurde von dem tschechischen Neurologen und Kinderneurologen Václav Vojta in den 1960er Jahren entwickelt.

Die Namen dieser drei Physiotherapeuten begleiten mich bereits seit meiner frühen Kindheit, kurz nachdem meine Eltern mit mir zum zweiten Kinderarzt gegangen sind. Hatte mir die erste in Bezug auf das nicht mögliche Krabbeln Spatzündertum attestiert, so brachte der zweite eine ganze Lawine ins Rollen, schickte mich 1977 von CT nach MRT und dann EEG und brachte mich in Kontakt zu meinem Kinderneurologen, der mir eine Hirnschädigung attestierte und damit eine Erklärung für meine Unfähigkeit zu krabbeln.

Dies ist eine MRT – Schichtaufnahme. Die schwarze Fläche zeigt den Umfang fehlender Hirnmasse. Addiert man die Schichten zueinander, so ergibt sich das Volumen und die Form einer Faust, innerhalb dessen keine Hirnmasse, sondern Hirnwasser oder auch Luft zu finden sind. Das weiß ich bis heute nicht und werde es auch wohl nie erfahren, denn auf eine OP am offenen Hirn werde ich Zeit meines Lebens verzichten.

Mit Hilfe der Therapieansätze der Ärzte oben sowie der Beharrlichkeit meiner Eltern und meines Umfeldes habe ich es über viele Jahre hinweg geschafft, sturzfrei laufen zu lernen und die Kraft und Beweglichkeit insbesondere meiner rechten Hand zu erlernen und zu erhalten.

Jetzt endlich gibt es innerhalb des Alexianer-Universums die Gelegenheit, eine ähnliche Therapie mit den Erfahrungen aus 40 Jahren wieder aufzunehmen. Ich nutze sie.

Willkommen zurück 😊

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Greetings

Das Wetter ist gerade mal so gar nicht meine Sache. Es zwingt mich dazu, um heftige Kopfschmerzen möglichst zu vermeiden, die meiste Zeit in meiner Höhle zu verbringen. Zwar bewege ich mich auch draußen – heute wieder einmal zum Mittagessen auf dem Markt, darüber hinaus habe ich neuen Lesestoff abgeholt – doch heute Abend und auch morgen werde ich den Tag zuhause bleiben.

Es gab einen Kobe – Burger von Edles Fleisch und auf meinem To-read-Stapel nun auch

Ich bin und bleibe fassungslos neugierig, was diesen Menschen und sein Verhalten angeht, habe nun eine weitere Perspektive, die ich entdecken mag, schriftlich.

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Hohe Luft – Frage 22

Ist Geld ein Wert an sich?

Nun, ich glaube, die Frage sollte man von mehreren Seiten betrachten.

Einerseits ist Geld ja ein auf eine durchaus aufwendige Art und Weise verarbeitetes Konglomerat unterschiedlicher Rohstoffe, dessen Ziel es ist, fälschungssicher zu sein und zu bleiben. Die Entwicklung, Herstellung und Verarbeitung dieser erfordert finanzielle Investitionen, die dem Wert, den das Geld repräsentiert, nicht mehr entsprechen muß. Insofern hat Geld einen materiellen Wert an sich.

Andererseits ist das Bargeld in seiner Form als Schein und Münze seit mehreren tausend Jahren als Tauschmittel gebräuchlich.

Der Tausch ist eine sehr frühe Form des Handels. In seiner einfachsten Form werden zwei Güter direkt gegeneinander getauscht. Bestimmte Güter wie Getreide, Vieh, Muscheln, Silber oder Gold erwiesen sich dabei als besondere Güter. Sie waren allgemein geschätzt, in beschränkter aber nicht zu geringer Menge vorhanden und nicht verderblich. Diese Güter konnten daher nicht nur einmal gegen ein anderes unmittelbar gewünschtes Gut eingetauscht werden. Sie konnten auch als „Zwischentauschmittel“ angenommen werden, um sie später gegen die eigentlich gewünschten Güter einzutauschen. Diesen Gütern kam damit eine erste Geldfunktion als allgemeine Tauschmittel zu. Die ersten als Tauschmittel eingesetzten Güter waren Warengeld. Warengeld bestand entweder aus Naturgegenständen (Naturalgeld), Schmuckstücken (Schmuckgeld) oder allgemeinen Gebrauchs- und Nutzgegenständen sowie Nutztieren. Im europäischen Mittelalter wurde Gewichtsgeld eingesetzt. Hierbei wurden Edelmetalle – insbesondere Münzen aus Silber und anderen Metallen – nicht nach Anzahl oder Nennwert getauscht, sondern nach Gewicht. Es wurden zerteilte Barren, Schmuckstücke oder auswärtige Münzen eingesetzt. Käufer und Verkäufer bestimmten das maßgebliche Gewicht durch Doppelwägung. Während weiter Teile des Mittelalters und der frühen Neuzeit verwendeten viele Länder einen Silberstandard als offizielle Währung. Im täglichen Zahlungsverkehr fanden sowohl vollwertige Kurantmünzen (auch: Speciesmünzen) als auch unterwertige Scheidemünzen Verwendung. Goldmünzen hatten meist keinen festen Kurs gegenüber Silber, sondern wurden zu variablen Kursen gehandelt. Goldmünzen dienten zur Bezahlung teurer Güter und als Handelsmünzen zur Bezahlung von Handelspartnern aus dem Ausland.Phasen mit stabilen Preisen und stabilen Wertverhältnissen zwischen Kurant- und Scheidemünzen wechselten sich mit Phasen der Münzverschlechterung ab. Für Mitteleuropa muss insbesondere die „Kipper- und Wipperzeit“ im 17. Jahrhundert genannt werden. Der alte Reichstaler wurde in dieser Zeit eingeschmolzen und als Kippertaler und Landmünze ausgebracht.Bereits im 11. Jahrhundert war in China während der Song-Dynastie das Papiergeld erfunden worden.[2] Als weitere Form des Geldes entstand immaterielles Geld im 14. Jahrhundert in Italien. Dabei wurde Geld bei Bankiers deponiert. Zahlungsansprüche eines Kunden gegenüber einer Bank wurden festgehalten und bei Wunsch ausgezahlt.[3] Diese Auszahlungsansprüche konnten vom deponierenden Kunden an andere Inhaber weitergegeben werden, auf die der Auszahlungsanspruch überging (siehe Inhaberpapier). Ebenfalls im Mittelalter wurden in Europa die ersten Banknoten herausgegeben. Vorläufer davon waren „Zettel“, Wechsel und Kassenanweisungen. Banknoten wurden zunächst nicht als Bargeld angesehen, sondern waren Auszahlungsansprüche gegen Bankiers. Die Banknoten bestimmten daher, welche Münzen in Kurantgeld im Tausch gegen die Banknote auszuzahlen seien.Über die Beobachtung, wie sich Ausgabe und Umlauf von Kurantgeld, Scheidemünzen und Banknoten sowie das Warenangebot und die internationalen Preise für die Münzmetalle auf das Wirtschaftsleben auswirken, wurden moderne geldtheoretische Ansätze entwickelt.Die meisten Industriestaaten wechselten im 19. Jahrhundert zu einem Goldstandard. Im Deutschen Reich waren Banknoten und Scheidemünzen durch Gold und Handelswechsel gedeckt und konnten bei den entsprechenden Privatnotenbanken und der Reichsbank eingetauscht werden.Ausgelöst durch den staatlichen Finanzbedarf zu Beginn des Ersten Weltkrieges gingen die meisten Staaten im frühen 20. Jahrhundert von der Deckung des Geldes durch Edelmetalle ab. An Stelle des gedeckten Geldes trat das Fiatgeld. Der Geldpolitik kam nun eine besondere Aufgabe zu, um die Preisniveaustabilität sicherzustellen und eine Inflation zu vermeiden.Natural-, Waren- oder Nutzgeld ist der Oberbegriff für Frühformen des Geldes. Diese Form des Geldes war früher weit verbreitet und in allen Kulturen und Epochen vorzufinden. Wertvolle, nützliche oder schöne Dinge, die dem täglichen Bedarf dienten, galten als allgemeines Äquivalent in Warenform für Handelsgüter aller Art.[4]Beispiele für Formen des Natural-, Waren- oder Nutzgeldes sind Steingeld in Mikronesien, Ring- und Schmuckgeld in Neuguinea und im Südpazifik, Schnecken- oder Muschelgeld in Afrika und China, Kleidergeld (beispielsweise Pelzgeld) in Nordamerika und Metallgeld in allen Regionen. Weiter dazu zählen Rinder, Kamele, Ziegen, Felle, Dolche, Spaten, Schmuckringe, besondere Steine, Salz und vieles mehr. Zum Warengeld gehörten  Schnecken, insbesondere Kaurischnecken (Kaurigeld), die in der Mitte des 20. Jahrhunderts in Afrika, Südasien und auf den Südseeinseln noch weit verbreitet in Gebrauch waren. In Tibet wurde noch bis zum Einmarsch der Chinesen im Jahr 1950 vielfach mit Gerste oder Weizen bezahlt.Mit der Entdeckung, dass manche dieser Dinge immer wieder weitergegeben, aber nicht mehr als Nutzgüter gebraucht wurden, wurden kleine und wesentlich weniger wertvolle Nachbildungen dieser Gegenstände als Zahlungsmittel verwendet. So kam es beispielsweise zu Messergeld, Spatengeld und Ähnlichem.Das erste Falschgeld bestand aus gefälschten Muscheln, die aus Knochen, Gestein oder Jade nachgeahmt waren, etwa 2.000 v. Chr., als Muscheln das erste chinesische Zahlungsmittel waren.Dies sind Formen prämonetären Zahlungsverkehrs. Aspekte der Zählbarkeit, der Lagerfähigkeit und der leichten Transportierbarkeit spielten bereits früh eine Rolle bei der Wahl des Materials, auch im Hinblick auf die Möglichkeit, Werte aufzubewahren. Diesem Bedürfnis entsprachen Barren oder Drähte aus Bronze oder Silber, die sehr werthaltig und leicht aufzubewahren waren.Ab ca. 1000 v. Chr. war Geld in Form von kleinen Messern und Spaten aus Bronze in der Gesellschaft des alten China im Einsatz, mit Bronzeguss Repliken von Kaurimuscheln zuvor. Gegenwärtig scheint es noch so, dass die ersten produzierten Münzen separat voneinander in Indien, in China sowie in Städten rund um das Ägäische Meer in einer Zeit zwischen 700 und 500 vor Christus parallel hergestellt wurden.[5] Während die Münzen aus der Ägäis gestempelt wurden (beheizt und gehämmert mit Insignien), wurden die indischen Münzen (aus dem Ganges-Tal) aus gestanzten Metallplatten hergestellt und die chinesischen Münzen (zuerst entwickelt in der Tiefebene) wurden mit Löchern in der Mitte aus einem Bronzeguss zusammen aufgereiht. Die verschiedenen Formen und metallurgischen Prozesse implizieren derzeit noch eine getrennte Entwicklung, merkwürdigerweise jedoch innerhalb desselben Zeitraums, während der Handel Chinas mit Indien, Mesopotamien, Ägypten und dem Ägäis-Raum über die Seidenstraße erst einen unterentwickelten Anfang genommen habe.[6] Der erste bekannte Herrscher welcher im Mittelmeerraum offiziell festgelegte Standards von Gewicht und Geld festsetzte war Pheidon.[7] Die Prägung von Herrschafts-Insignien fand dann am Ende des 7. Jahrhunderts unter den griechischen Städten Kleinasiens statt, verbreitete sich rasch auf die Ägäischen Teile der griechischen Inselwelt und spätestens um 500 vor Christus dann auf den Süden Italiens. Das erste gestempelte Geld (mit den Insignien einer Behörde in Form eines Bildes oder von Wörtern) kann in der Bibliothèque Nationale in Paris gesehen werden. Es ist ein ElektronStater einer Schildkröten Münze, welche auf der Insel Aegina geprägt wurde. Diese Münze[8] stammt etwa von 700 v. Chr.[9] Die ersten Münzen wurden im 7. Jahrhundert v. Chr. von den Lydern geschlagen. Münzen erleichterten den Handel wesentlich. Sie hatten den Vorteil, immer gleiche Größe, gleiches Gewicht und gleiches Aussehen zu besitzen und statt gewogen abgezählt werden zu können.Im Zeitalter des Hellenismus ersetzte die Geldwirtschaft den Tauschhandel im Gebiet des ehemaligen Perserreichs und setzte sich bis Nordindien, aber auch in Italien und Karthago durch. Alexander der Große plante für sein Reich eine einheitliche Währung; doch siegte der Partikularismus: Die hellenistischen Staaten und Stadtstaaten versuchten eine möglichst weite Verbreitung ihrer Münzen zu erreichen, wobei sich der attische Münzfuß durchsetzte und eine gewisse Münzeinheit garantierte. Nur im Reich der späten Ptolemäer dominierten Kupfermünzen; dort herrschte Inflation. Schließlich setzten sich die römischen Münzen aufgrund des Mangels an Silbermünzen in Griechenland einerseits, des Silberreichtums der Bergwerke der römischen Provinzen in Spanien andererseits durch und verdrängten die Währungen der hellenistischen Welt.[10] In den meisten Ländern dominierten zunächst Silberstandards. Preise wurden in den jeweiligen, durch Silbermengen definierten Währungseinheiten angegeben. Im täglichen Zahlungsverkehr fanden sowohl Kurantmünzen als auch Scheidemünzen Verwendung. Während dieser Zeit umlaufende Goldmünzen hatten einen Kurs zum Silberkurantgeld, der auf den Kurszetteln der Börsenplätze ablesbar war. Goldmünzen hatten im Binnenland die Funktion von „Sondergeld“ bei der Bezahlung „höchstwertiger“ Güter und dienten als Handelsmünzen zur Bezahlung von Handelspartnern aus dem Ausland.Mit der Entwicklung von Münzen entwickelten sich Phasen von stabilem Geld bis hin zu Phasen der Münzverschlechterung wie in der Periode der Schinderlinge, eine frühe Inflation (siehe Böse Halser) und hauptsächlich in der Kipper- und Wipperzeit im 17. Jahrhundert. Während Kurantmünzen oftmals aus Silber oder Gold geprägt wurden, ging man nach längerer Zeit wieder zur Herstellung von Scheidemünzen über. Nach dem Greshamschen Gesetz wird „gutes Geld“ im Umlauf durch „schlechtes Geld“ unter bestimmten Bedingungen verdrängt. Von zwei Münzen, die als gesetzliches Zahlungsmittel anerkannt und dem Nennwert nach gleich sind, wird ein Besitzer zunächst diejenige als Zahlungsmittel verwenden, die einen geringeren Gehalt an Edelmetall hat. Dies ist das „schlechte Geld“. Die vom Metallgehalt her wertvolleren Münzen wird der Besitzer behalten und einschmelzen, um daraus eine größere Anzahl schlechter Münzen prägen zu lassen. Auf diese Weise – oder durch Abfluss ins Ausland – verschwindet das gute Geld mehr und mehr aus dem Umlauf.Papiergeld entstand im 11. Jahrhundert in China als Stellvertreter für Münzgeld. Es war ursprünglich nicht als Ergänzung zu Münzen gedacht, sondern als deren Ersatz bei Mangel an Münzen. In Europa wurde Papiergeld erst viel später eingeführt; so fand die erste Ausgabe von Papiergeld 1483 in Spanien statt, damals jedoch noch als (vorübergehender) Ersatz für fehlendes Münzgeld. Die Amsterdamer Wechselbank begann 1609 mit der Schaffung von Banknoten als Währung, ging hierbei aber sehr umsichtig vor, indem das Geldinstitut jahrzehntelang auf jederzeit ausreichende Reserve durch Währungsreserven achtete. Am 16. Juli 1661 wurden durch die Bank von Stockholm, eine private Notenbank, die ersten offiziellen Banknoten in Europa emittiert. Die Bank kam aber in Schwierigkeiten, da zu viele Banknoten gedruckt wurden.[12] In großem Stil wurde Papiergeld erstmals in Frankreich unter Finanzminister John Law in der kurzen Zeitspanne von 1718 bis 1720 verwendet. Diese Episode endete jedoch in einem Fiasko.[13] In Deutschland wurden die sächsischen und preußischen Staatspapier- und Tresorscheine des 18. Jahrhunderts als Banknoten emittiert. Im 19. Jahrhundert entwickelte sich die Banknote zum anerkannten Zahlungsmittel einer Währung neben der Münze. Zahlungsmittel wie Banknoten und Scheidemünzen waren durch Währungsreserve gedeckt und konnten fortan jederzeit bei entsprechenden Privatnotenbanken und der Reichsbank in Kurantmünzen umgetauscht werden. Durch moderne geldtheoretische Ansätze wurde seitdem versucht, Vertrauen in entsprechenden Währungssystemen zu halten. Immaterielles Geld (Giralgeld, Buchgeld) gab es bereits bei den Römern (nachgewiesen bei Ausgrabungen in Pompeji sowie in weiteren Städten in Italien zur Zeit des Augustus). Später entwickelte es sich aus dem Scheckverkehr im 14. Jahrhundert in Italien zu seiner heutigen Form. Vollwertige Münzen oder Edelmetalle wurden bei Bankiers deponiert. Zahlungsansprüche eines Kunden gegenüber einer Bank wurden festgehalten und bei Wunsch ausgezahlt.[3] Das Buchgeld wurde auf dem Bankkonto eingebucht, wo das Geld eingezahlt wurde. Es konnte zur späteren Zeit wieder abgebucht und ausgezahlt werden. Hierbei bekam der Kunde in der Regel einen Zins ausgezahlt. Es wurde außerdem vereinbart, wann eine Auszahlung möglich sei. Bei Sichtguthaben konnte sofort eine Auszahlung verlangt werden.[3] Im 19. Jahrhundert fand bereits ein Geldaustausch im bargeldlosen Zahlungsverkehr statt. Im Laufe des 20. Jahrhunderts entwickelte sich der bargeldlose Zahlungsverkehr zu einem Standard, wodurch Überweisungen jedermann prinzipiell möglich wurden. Es entwickelte sich dabei ein Interbankenhandel. Buchgeld selbst ist jedoch kein gesetzliches Zahlungsmittel und unterliegt keiner Annahmepflicht.[14] Elektronisches Geld ist dabei eine technische Weiterentwicklung des immateriellen Geldes. Bei elektronischem Geld wird ein monetärer Wert in Form einer Forderung gegen die ausgebende Stelle auf einem Datenträger, zum Beispiel einer GeldKarte gespeichert. Hier ist nur ein Guthaben, kein Kredit möglich. Elektronisches Geld ist hierbei eine Alternative zu Bargeld. Strikt zu trennen ist diese Geldform von Debit- und Kreditkarten. Diese sind kein elektronisches Geld, da sie keinen Geldbetrag aufgespeichert haben und nur als Ausweise für den Zugriff auf Konten dienen. (Wikipedia)

Wie in dieser Ausführung zu lesen, zeigt sich eine klare Entwicklung. War das Tauschmittel anfangs tatsächlich noch im Wert dem Repräsentierten, so entwickelt es sich zum Tauschmittel für jede erbrachte Leistung. Auch wird diese üblicherweise in Form von Buchgeld – als Überweisung – zur Verfügung gestellt. Entscheidend ist, daß es für diese Zahlen auf Papier keine materielle Absicherung gibt. Will man nun Geld ausgeben, bevor eine Gegenleistung erbracht hat, so bedienen die Banken diesen Wunsch. Sie vergeben Kredite, lassen sich für dieses Vertrauen auf die noch fehlende Gegenleistung reichlich entlohnen.

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Liebste Mama

feiere dort, wo du jetzt bist, so erleichtert du bist, gemeinsam mit den uns Lieben, deinen Geburtstag. Auf Erden wärest du heute 73 Jahre alt.

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YouTube Reise

Ziel heute: Japan

Von der Mongolei bin ich heute 3000 km gen Südosten. Seit einiger Zeit bin ich bereits von Ningen Isu (s.u.) begeistert, insbesondere mag ich ihre poetischen Texte.

Auch wenn ich weiß, daß insbesondere K – Pop ungeheuer angesagt zu sein scheint, bleibe ich doch lieber der rockigen Richtung treu. Gut gefallen mir Stereopony und Aldious

Interessanterweise sind mittlerweile die Studiovideos von Ningen Isu zumindest bei YouTube durch Rechtefragen blockiert, deswegen das Live – Video.

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YouTube Reise

An manchen Tagen habe ich die Ruhe – finde auch wiederum darin Ruhe – mich durch die von YouTube vorgeschlagenen Videos zu klicken.

Ihr höre gerne und viel Blues und auch Rock unterschiedlichster Richtungen und schaffe es, ganze Abende in die Klangwelten einzelner Regionen oder auch Länder zu versinken.

Ziel heute : Die Mongolei

Klingt Hanggai zumeist noch sehr gewohnt für westliche Rhythmik und Instrumentierung, so hat die Musik von The Hu tatsächlich eine ganz andere Rhythmik, insbesondere die fast ausschließliche Nutzung asiatischer Instrumente und ihr Kehlkopfgesang machen sie für mich wirklich bemerkenswert. Sie packt mich immer wieder.

In diesem Titel wird eine Eigenheit der mongolischen Musik, der Kehlkopf – Gesang, noch besser hörbar.

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Feierabend

Nach der Papierkramwoche war es heute gut, wieder zur Therapie starten zu können, die Zeit mit den Kollegen und guter Musik zu den neuen Aufträgen zu verbringen.

Jetzt liege ich lesend, mit einem neuen Buch in Händen, und guter Musik dazu, zufrieden auf meinem Sofa.

Habt einen entspannten Abend.

Weitere Lektüre ist heute bereits angekommen.

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Notwendigkeiten


Während der vergangenen Woche war die Betreuung das zeitlich vorherrschende Thema. Drei meiner fünf therapiefreien Tage habe ich mit den Fragen und ihrer Beantwortung verbracht. Am Freitag habe ich die letzten Fragen gemeinsam mit meiner Bezugsbetreuerin gemeinsam beantwortet. Am kommenden Freitag nehmen wir uns noch einmal Zeit, um meine Antworten gemeinsam durchzugehen. Das ist notwendig, um Fallstricke in meinen Formulierungen zu verhindern. Es kann passieren, daß falsche Wörter dazu führen, daß meinem Antrag nicht stattgegeben wird, es viel mehr Arbeit bedarf, den Status Quo aufrechtzuerhalten. Dann nehme ich doch gerne in Kauf, nochmal ein Treffen auf die Kontrollen zu verwenden.


Ebenso notwendig war meine Standhaftigkeit gegenüber P, einer ebenfalls ambulant betreuten Therapiekollegin. An sich ist sie sehr freundlich, lebt jedoch mit einer sehr seltenen Kombination von Krankheiten. Auf der einen Seite leidet sie an ADHS, lebt zudem aber noch mit einer Borderline – Störung.
Ihr ADHS führt dazu, daß sie im Alltag kaum in der Lage ist, selbst kleinste Abweichungen von der Normalität zu akzeptieren, geschweige denn einfache Lösungen dafür zu finden. Daß sie mich dann kontaktiert, mit mir reden mag, ist grundsätzlich schön und gut so, doch gibt es zwei Grenzen, die sie regelmäßig überschreitet und damit es für mich notwendig machen, deutlich zu reagieren. Zum einen entstehen mit ihr kaum Gespräche. Gebe ich ihr Ratschläge, bzw. starte ich den Versuch, dann dauert es kaum einen Satz, bis ihre Borderline – Störung sie dazwischen gehen läßt, um die Kontrolle zu behalten. Kommt dann noch hinzu, daß ich einen Ratschlag ausspreche, den unsere Betreuerin ausgesprochen, dann ist nicht mehr möglich, den Satz zu beenden. Zum anderen dreht sie immer weiter hoch, was dazu führt, daß sie nicht nur mehrfach hintereinander anruft, sondern damit rechnet, daß tägliche Anrufe, die sich immer wieder um die gleichen Themen drehen, bei mir bestens ankommen. Nein, das ist nicht so. Dann ist es notwendig, daß ich ihr den Hahn abdrehe, nicht auf ihre Anrufe reagiere.

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Begleiter

Benny ist mittlerweile 42 Jahre alt. Er ist seit meiner Taufe an meiner Seite, war ein Geschenk meines Patenonkels. Damals konnte ich auf seinem Rücken schlafen, heute ist er mein Lesekissen.

Morgen, so hoffe ich, wird eine meiner Lektüren ankommen.

Es ist nicht das erste und auch sicherlich nicht das letzte Buch, welches diesen seltsam narzisstischen Menschen zum Thema hat.

Ein weiteres liegt bereits an meinem Bett.

Auch die Autorin des ersten Buches ist, wie die übrigen, Psychologin. Darüber hinaus ist sie aber eine Nichte des gefährlichsten Mannes der Welt. Davon verspreche ich mir eine weitere, viel persönlichere Perspektive.

Ich bin gespannt.

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Langes Wochenende

Nach der langen Zeit ohne Arbeit und der Zeit bisher im Zwei-Wochen-Rhythmus suche ich nach Wegen, meinen Urlaub für mich zu nutzen.

Ich habe mich entschieden, 4-Tage – Wochen zu gestalten, die Freitage nutze ich für Bürokratie, die sich einmal im Jahr in Bezug auf meine Therapien ansammeln. Gerade steht das wieder an.

Nach jetzt ersten 2 1/2 Stunden Arbeit an dem für einen Verlängerungsantrag notwendigen Fragenkatalog sitze ich mit weiteren zehn – keineswegs den letzten – Fragen im Bus in Richtung Innenstadt und danach weiter in meine Wohnung.

Das Wetter spielt meinem Vorhaben, die Fragen in den nächsten Tagen zu bearbeiten, in die Karten. Es ist für mich viel zu warm und unangenehm, um meine Wohnung übers Notwendige hinaus zu verlassen.

Mit guter Musik im Hintergrund

werde ich mir Zeit dafür und mich nehmen.

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Freie Tage

ist neben den Hörbüchern von

eine meiner Hauptbeschäftigungen an freien Tagen.

Auf dem Sofa liegend folge ich mit großem Interesse den Folgen des Podcasts

Sehr interessant und gut nachzuvollziehen werden die Mechanismen unterschiedlichster Sekten und neuer weltanschaulicher Bewegungen dargestellt und um Ausstiegsgeschichten ehemaliger Mitglieder ergänzt.

Freie Tage nutze ich für mich – schlafe viel und lese in einer meiner Lektüren. Gerade ist es

Ich lese es langsam und konzentriert, finde es spannend.

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Hohe Luft – Frage 21

Gibt es einen guten Grund zu lügen?

Ja – wenn durch sie Verletzungen oder gar Todesfälle verhindert werden.

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Nr. 1 in D – meine Nr. 1 heute

Die Rolling Stones haben das erste Mal seit über 30 Jahren in Deutschland wieder eine Single – Nr. 1. Meine Nr. 1 heute war mein therapiefreier Tag, die Zeit für mich. Ich habe sie lesend, mit

und weiteren Büchern, verbracht.

Heute Abend werde ich gemütlich auf dem Sofa verbringen, meine Serie weiterschauen, im Moment sind es die bisher drei Staffeln

Ich mag das Hauptdarsteller-Trio und ihr Talent, sich selbst nicht bierernst zu nehmen.

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Hohe Luft – Frage 20

Ist es möglich, daß Dinge wirklich identisch sind?

Um mich dieser Frage zu nähern, gehe ich von eineiigen Zwillingen aus. Bekanntermaßen besitzen sie identisches Erbgut und wachsen im gleichen Umfeld zusammen auf. Beginnend mit der häuslichen und schulischen Erziehung führen sie ihr Leben mit identischen Voraussetzungen, und doch ist es offensichtlich, daß die einzelnen Zwillinge immer weiter zu eigenständigen Personen mit unterschiedlichen Interessen und Fähigkeiten werden. Man mag einwenden, daß theoretisch sämtliche Einflüsse auch im Alltag identisch bleiben können, doch ist offensichtlich, daß die Reaktionen auf diese anders sein werden, denn Zwillinge nehmen die Welt immer mit zwei Sätzen von Organen wahr, aus unterschiedlichen Perspektiven; aus der identischen Erbsubstanz entwickeln sich zwei Wesen selbst- & eigenständig.

Von diesen Gedanken ausgehend bin ich der Überzeugung, daß wirkliche Identität sowohl menschlicher Existenz als von Dingen nicht existieren kann, vielmehr entwickelt sich menschliche Identität gerade durch die Unterscheidbarkeit vom Gegenüber.

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An manchen Tagen…

… macht es einfach Sinn,

Playlisten durchlaufen zu lassen. Dann bekomme ich auch mal wirklich ungewöhnliches wie dieses zu hören.

Dazu lese ich den neuen Raabe, lasse es mir heute Abend gut gehen.

Das Wetter strengt mich mal wieder extrem an, die meiste Zeit verbringe ich in meiner Wohnung. Meine therapiefreie Woche lässt das ja zu.

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Hausaufgaben

Noch immer ist unsere Zeit bei den Alexianern im Zweiwochenrhythmus organisiert – 5 Tage therapeutische Arbeit, Wochendende, 5 Tage frei, Wochenende, wieder von vorne.

Die Arbeit in der Gruppe gibt mir, wie üblich, die Tagesstruktur, die mich im seelischen Gleichgewicht hält. Dort habe ich eine gute Portion an sozialem Netzwerk und Kontakt und eine passende Auslastung. Um diese und die Ruhe und damit mich in der jeweils freien Woche in der Waage zu halten, bekommen wir zum Ende der Arbeitswoche Aufgaben mit nach Hause, die wir nutzen können, um den Tagen eine Struktur zu geben. Das ist aber nur die eine Seite der Medaille, denn mit den Aufgabenstellungen und stichprobenartig abgefragten Ergebnissen stellen die Begleitung auch der therapiefreien Wochen sicher.

So sitze ich gerade über den Zetteln, die mir aufgedrückt wurden, und bekomme so meinen Nachmittag geschützt vor der für mich unangenehmen Hitze, mit

im Hintergrund.

Das gestaltet meine Tage ebenso wie Treffen und lange Telefonate mit T.

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Beruhigungen

Sie gibt es noch immer, die zwei Schweizer, die wie Kraftwerk zu den Pionieren der Elektronik – Musik gehören, Yello.

In der letzten Woche haben sie nun seit längerem wieder eine Single veröffentlicht. Obwohl sie nicht wirklich in mein musikalisches Universum gehören, spielen sie regelmäßig in meinem Alltag eine Rolle. Einige meiner Therapiekollegen leben mit autistischen Zügen unterschiedlichen Grades. Einer von ihnen hat eine sehr bezeichnende Reaktion auf Stress, er beginnt mit voller Energie auf der Stelle zu springen, verliert den Kontakt zu seiner direkten Umgebung, braucht dann Platz.

Nur dieser alte Song des schweizerischen Duos oder auch nur das charakteristische Riff des Songs gesungen, schafft es, diesen einen Kollegen aus seiner Welt wieder herauszuholen, ihn herunterzufahren. Das tut einfach gut, dies zu wissen.

Auch für mich gibt es immer wieder Musikentdeckungen, die es schaffen, mich aus Stress heraus zu holen, meine Gedanken neu zu lenken. Es ist Musik, die mich fasziniert.

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Stressabbau

In ihrer Stimmlage mitzusingen, die Energie in die Stimme zu packen, bringt mich runter, beruhigt mich immer wieder.

Nach Tagen wie heute, an denen Therapiekollegen sich rechts überholen, brauche ich das.

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🌞🌞

Vor kurzem habe ich diese Truppe entdeckt, habe einfach Spaß an ihrer Unbeschwertheit.

Ihr auch?

Habt einen entspannten Sonntag 🌞🌞

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Herausforderung

In ihre Musik höre ich mich gerade ein, versuche mir mit Hilfe von Tutorials einen Zugang zum Kehlkopfgesang zu bahnen.

Vielleicht klappt das ja?

Gute Nacht euch allen 🥱😴🥱

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Hohe Luft – Frage 19

Kann ich mich selbst kennen?

Diese Frage im Katalog der Philosophie – Zeitschrift scheint mir kein Zufall zu sein. Sie stellt sich an einem besonderen Tag – dem Jahrestag des Wunsches meiner Mutter nach Erleichterung. Heute vor einem Jahr ist sie zu IHM gegangen, im Inneren sprachlos und scheinbar erleichtert – mein Vater hat sie mit einem Lächeln auf den Lippen gefunden.

Angesichts dieser Erinnerungen und Gefühle, die gerade in mir aufwallen, kann ich die Frage ganz konkret beantworten.

„Ja, aber“ ist meine Antwort.

Ja, denn ich wie jeder von uns habe ja mein Leben lang Erfahrungen mit mir selbst gesammelt. Ich habe Faktenwissen über mich – Größe, Gewicht, Vorlieben, Abneigungen – gesammelt, ebenso aber einen Katalog von Gefühlen und Reaktionen entwickelt, mit denen ich auf meinen Alltag reagiere und Handlungen plane. Das geschieht über den Weg der Analogie – ändert sich die Situation, so kann ich Reaktion anpassen. Voraussetzung dafür bleibt aber, daß ich die Situation kenne.

Es ist nun ja offensichtlich so, daß wir mit dem Tod unserer Mutter keine Erfahrung machen können, das geht eben nur einmal. Daher:

aber jedwede Erfahrung mit dem Weggang von Freunden und anderen Familienmitgliedern kann nicht auf das vorbereiten, was mit uns passiert, wenn Vater oder Mutter sterben.

Da kann ich mich also nicht kennen, bin genauso schutzlos meinen Gefühlen ausgeliefert wie es mein direktes Umfeld auch gewesen und bis heute ist.

Erfahrungen, die jedem von uns den Boden unter den Füßen wegziehen, kreieren spontan feuchte Augen.

Ich sitze an meinem Arbeitsplatz, höre diesen Song aus einer YouTube – Liste – auch kein Zufall, bin ich überzeugt – und fühle mich im gerade weiten Kreis meiner Kollegen wirklich gut.

Zu Feierabend werde ich von einer guten Freundin abgeholt. Wir verbringen den restlichen Tag gemeinsam.

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Musik zur guten Nacht

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Hohe Luft – Frage 18

Wann hört das Leben auf, wann endet das Diesseits? Wer kann das wissen?

Es sind zwar nur zwei Fragezeichen in der Formulierung zu finden, doch bin ich davon überzeugt, die erste Frage in zwei aufteilen zu müssen, denn ich kann ein Diesseits nur denken, wenn ich die Existenz eines Jenseits für möglich halte, bedeutet, eine dualistische Denkweise voraussetzen kann. Genau das stimmt aber eben nicht, denn auch monistische Erklärungen des Beginns und des Endes menschlichen Lebens existieren und haben ihre Berechtigung.

Ganz platt ist zu konstatieren, daß wir – i.e. der Mensch – nicht wissen, wann das Leben endet, der Tod in der Regel ungeplant eintritt, und selbst dann ist unklar, was alles wissenschaftlich zu konstatieren ist, denn es fehlt ja nun mal eine entscheidende Perspektive – die des Sterbenden nach dem Tod. Unabhängig von diesem Faktum arbeiten sich die unterschiedlichsten Fachgebiete wissenschaftlich an dieser Frage ab.

Der Tod ist das Ende des Lebens bzw. das endgültige Versagen aller lebenserhaltenden Funktionsabläufe. Der Übergang vom Leben zum Tod wird Sterben genannt, der eingetretene Tod auch Exitus letalis. Die griechische Bezeichnung lautet Thanatos, die lateinische Mortus.
Die Schwierigkeit einer für alle Lebewesen gültigen Definition lässt sich durch die Beispiele Tod von Einzellern und Tod von Säugetieren verdeutlichen. Im ersten Fall ist der Tod entweder durch den unumkehrbaren Verlust der Zellintegrität (Lyse) oder den unumkehrbaren Verlust der Zellteilungsfähigkeit (durch Zerstörung des Genoms) definiert, im zweiten Fall durch die unumkehrbare Desintegration lebensnotwendiger Organe wie des Herzkreislaufsystems und des zentralen Nervensystems (Gehirn und Rückenmark), was wiederum durch das Absterben der einzelnen Zellen ausgelöst wird. Das Sterben ist ein Prozess und das Eintreten des Todes lässt sich selten exakt einem Zeitpunkt zuordnen. Der Tod ist der Zustand eines Organismus nach der Beendigung des Lebens und nicht zu verwechseln mit dem Sterben und Nahtoderfahrungen, die ein Teil des Lebens sind.
Die biologische Begründung für den natürlichen Tod – und das Altern – wird von Wissenschaftlern im Mechanismus der Evolution vermutet: Hat ein Lebewesen sein Erbgut erfolgreich weitergegeben (sind die Nachkommen überlebensfähig), dann existiert das Erbgut in den Nachkommen fort. Ereignisse, die erst nach der letzten erfolgreichen Weitergabe des Erbguts auf den weitergebenden Organismus wirken, haben keine direkte Auswirkung auf den Genpool der Art. Folglich können sich im Erbgut Faktoren ansammeln, die das weitere Leben nach der erfolgreichen Erbgutweitergabe bestimmen, ohne dass sie dem Selektionsdruck ausgesetzt sind. Dazu zählen Erbkrankheiten, die erst im fortgeschrittenen Alter ausbrechen, wie die Nervenkrankheit Chorea Huntington. Diese „genetisch unaufgeräumten Winkel“ verursachen, so die Theorie, den Alterstod. Dass der Alterstod nicht zwangsläufig sein muss, zeigen Experimente mit bestimmten Seegurken-Arten: Diese konnten über Jahrzehnte am Leben erhalten werden, ohne dass Alterungserscheinungen auftraten. Voraussetzung für die völlige Aussetzung der Selektion ist, dass es ein Alter gibt, von dem an eine Fortpflanzung nicht mehr möglich ist. Bei Lebewesen, die sich durch Knospung vermehren, ist dies oft nicht gegeben. Diese sollten nach dieser Theorie potenziell unsterblich sein.
Zwei Faktoren können jedoch nach der „Erbgutweitergabe“ einen Selektionsdruck auf Gene bewirken, die sich auf den Todeszeitpunkt auswirken: Bei vielen Lebewesen ist es Aufgabe der Eltern, ihre Nachkommen großzuziehen. Sterben die Eltern während dieser Zeitspanne, verringern sich die Chancen für das Überleben der Nachkommen und somit auch für die Weitergabe ihres Erbgutes an die nächste Generation. Andererseits würde ein extrem langes Weiterleben nach der Fortpflanzung oder gar nach dem Verlust der Fortpflanzungsfähigkeit dazu führen, dass für die Nachkommen weniger Platz und Ressourcen in ihrem Habitat vorhanden sind. In dieser Hinsicht ist der Tod der Eltern nützlich und notwendig für die Nachkommen.
Evolutionsbiologisch betrachtet, hat eine rasche Abfolge der Generationen den Vorteil, dass eine schnellere Anpassung an veränderte Umweltbedingungen möglich ist: Veränderter Selektionsdruck kann dann rasch zu einer Veränderung des Genpools führen. Dem steht entgegen, dass für komplexere Lebewesen längere Entwicklungs- und Lebensspannen (Zeitspannen für die Fortpflanzung) erforderlich sind.

Die hier kurz zusammengefasste Definition von Tod benötigt keine dualistische Auffassung vom Menschen. Das Ende des Lebens wird festgesetzt auf das Aussetzen der Organtätigkeit, welchem die Zersetzung der Biomasse folgt. Das bedeutet auch, daß es nichts mehr geben kann, was das Diesseits in welch Richtung auch immer verlässt. Damit erübrigt sich aber die obige erste Frage, und es schließt sich die letzte Frage an.

Die Antwort auf die letzte Frage lautet ganz schlicht: Niemand!

Die Art einer über die medizinisch – naturwissenschaftlichen Antworten hinaus gehenden Gewissheit, ist kein nicht hintergehbares Wissen, sondern eine Überzeugung, ein Glaube. Aus diesem entwickelte sich unter anderem die christlich – dualistische Seelenlehre.

An diese glaube ich, bin überzeugt, daß auch meine Mama ihren ewigen Platz an SEINER Seite gefunden hat.

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Angekommen…

… bin ich für heute wieder in meiner Wohnung.

Nach längerer Zeit war ich heute mal wieder auf dem Wochenmarkt gewesen und habe mir ein Mittagessen gegönnt.

Da ja noch immer das Essen auf dem Markt verboten ist, musste ich mir einen Platz zum Abstellen suchen.

Gefunden habe ich ihn dann auf der Mauer rund um den Innenhof des Bischofspalais und habe dort das Essen und das Wetter genossen. Solche Situationen mag ich sehr und werde das lange Pfingst – Wochenende gemütlich in meiner Wohnung verbringen, lesen, schreiben, Musik hören.

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Überführt…

… ist es jetzt, das Familienauto.

Gemeinsam mit meinem Vater bin ich vorgestern aus dem Münsterland in die Stadt ums Holstentor aufgebrochen, um meine Schwester mit dem neuen Raumgleiter auszustatten.

Gestern im Laufe des Nachmittags kam dann die dritte im Bunde mit ihrer Familie dazu, um heute gemeinsam den 72. Geburtstag unseres Vaters und Opas zu feiern.

Vor 5 Monaten – zu Weihnachten – haben wir uns zuletzt alle gesehen und sind allesamt Familienmenschen. Solche Zeiten sind für uns Feiertage, Zeiten zum langen Sprechen, gemeinsam mit den Kindern zu spielen, zu lachen und auch zu weinen.

Der Tag war wirklich gelungen.