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Liebste Mama

feiere dort, wo du jetzt bist, so erleichtert du bist, gemeinsam mit den uns Lieben, deinen Geburtstag. Auf Erden wärest du heute 73 Jahre alt.

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YouTube Reise

Ziel heute: Japan

Von der Mongolei bin ich heute 3000 km gen Südosten. Seit einiger Zeit bin ich bereits von Ningen Isu (s.u.) begeistert, insbesondere mag ich ihre poetischen Texte.

Auch wenn ich weiß, daß insbesondere K – Pop ungeheuer angesagt zu sein scheint, bleibe ich doch lieber der rockigen Richtung treu. Gut gefallen mir Stereopony und Aldious

Interessanterweise sind mittlerweile die Studiovideos von Ningen Isu zumindest bei YouTube durch Rechtefragen blockiert, deswegen das Live – Video.

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YouTube Reise

An manchen Tagen habe ich die Ruhe – finde auch wiederum darin Ruhe – mich durch die von YouTube vorgeschlagenen Videos zu klicken.

Ihr höre gerne und viel Blues und auch Rock unterschiedlichster Richtungen und schaffe es, ganze Abende in die Klangwelten einzelner Regionen oder auch Länder zu versinken.

Ziel heute : Die Mongolei

Klingt Hanggai zumeist noch sehr gewohnt für westliche Rhythmik und Instrumentierung, so hat die Musik von The Hu tatsächlich eine ganz andere Rhythmik, insbesondere die fast ausschließliche Nutzung asiatischer Instrumente und ihr Kehlkopfgesang machen sie für mich wirklich bemerkenswert. Sie packt mich immer wieder.

In diesem Titel wird eine Eigenheit der mongolischen Musik, der Kehlkopf – Gesang, noch besser hörbar.

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Feierabend

Nach der Papierkramwoche war es heute gut, wieder zur Therapie starten zu können, die Zeit mit den Kollegen und guter Musik zu den neuen Aufträgen zu verbringen.

Jetzt liege ich lesend, mit einem neuen Buch in Händen, und guter Musik dazu, zufrieden auf meinem Sofa.

Habt einen entspannten Abend.

Weitere Lektüre ist heute bereits angekommen.

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Notwendigkeiten


Während der vergangenen Woche war die Betreuung das zeitlich vorherrschende Thema. Drei meiner fünf therapiefreien Tage habe ich mit den Fragen und ihrer Beantwortung verbracht. Am Freitag habe ich die letzten Fragen gemeinsam mit meiner Bezugsbetreuerin gemeinsam beantwortet. Am kommenden Freitag nehmen wir uns noch einmal Zeit, um meine Antworten gemeinsam durchzugehen. Das ist notwendig, um Fallstricke in meinen Formulierungen zu verhindern. Es kann passieren, daß falsche Wörter dazu führen, daß meinem Antrag nicht stattgegeben wird, es viel mehr Arbeit bedarf, den Status Quo aufrechtzuerhalten. Dann nehme ich doch gerne in Kauf, nochmal ein Treffen auf die Kontrollen zu verwenden.


Ebenso notwendig war meine Standhaftigkeit gegenüber P, einer ebenfalls ambulant betreuten Therapiekollegin. An sich ist sie sehr freundlich, lebt jedoch mit einer sehr seltenen Kombination von Krankheiten. Auf der einen Seite leidet sie an ADHS, lebt zudem aber noch mit einer Borderline – Störung.
Ihr ADHS führt dazu, daß sie im Alltag kaum in der Lage ist, selbst kleinste Abweichungen von der Normalität zu akzeptieren, geschweige denn einfache Lösungen dafür zu finden. Daß sie mich dann kontaktiert, mit mir reden mag, ist grundsätzlich schön und gut so, doch gibt es zwei Grenzen, die sie regelmäßig überschreitet und damit es für mich notwendig machen, deutlich zu reagieren. Zum einen entstehen mit ihr kaum Gespräche. Gebe ich ihr Ratschläge, bzw. starte ich den Versuch, dann dauert es kaum einen Satz, bis ihre Borderline – Störung sie dazwischen gehen läßt, um die Kontrolle zu behalten. Kommt dann noch hinzu, daß ich einen Ratschlag ausspreche, den unsere Betreuerin ausgesprochen, dann ist nicht mehr möglich, den Satz zu beenden. Zum anderen dreht sie immer weiter hoch, was dazu führt, daß sie nicht nur mehrfach hintereinander anruft, sondern damit rechnet, daß tägliche Anrufe, die sich immer wieder um die gleichen Themen drehen, bei mir bestens ankommen. Nein, das ist nicht so. Dann ist es notwendig, daß ich ihr den Hahn abdrehe, nicht auf ihre Anrufe reagiere.

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Begleiter

Benny ist mittlerweile 42 Jahre alt. Er ist seit meiner Taufe an meiner Seite, war ein Geschenk meines Patenonkels. Damals konnte ich auf seinem Rücken schlafen, heute ist er mein Lesekissen.

Morgen, so hoffe ich, wird eine meiner Lektüren ankommen.

Es ist nicht das erste und auch sicherlich nicht das letzte Buch, welches diesen seltsam narzisstischen Menschen zum Thema hat.

Ein weiteres liegt bereits an meinem Bett.

Auch die Autorin des ersten Buches ist, wie die übrigen, Psychologin. Darüber hinaus ist sie aber eine Nichte des gefährlichsten Mannes der Welt. Davon verspreche ich mir eine weitere, viel persönlichere Perspektive.

Ich bin gespannt.

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Langes Wochenende

Nach der langen Zeit ohne Arbeit und der Zeit bisher im Zwei-Wochen-Rhythmus suche ich nach Wegen, meinen Urlaub für mich zu nutzen.

Ich habe mich entschieden, 4-Tage – Wochen zu gestalten, die Freitage nutze ich für Bürokratie, die sich einmal im Jahr in Bezug auf meine Therapien ansammeln. Gerade steht das wieder an.

Nach jetzt ersten 2 1/2 Stunden Arbeit an dem für einen Verlängerungsantrag notwendigen Fragenkatalog sitze ich mit weiteren zehn – keineswegs den letzten – Fragen im Bus in Richtung Innenstadt und danach weiter in meine Wohnung.

Das Wetter spielt meinem Vorhaben, die Fragen in den nächsten Tagen zu bearbeiten, in die Karten. Es ist für mich viel zu warm und unangenehm, um meine Wohnung übers Notwendige hinaus zu verlassen.

Mit guter Musik im Hintergrund

werde ich mir Zeit dafür und mich nehmen.

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Freie Tage

ist neben den Hörbüchern von

eine meiner Hauptbeschäftigungen an freien Tagen.

Auf dem Sofa liegend folge ich mit großem Interesse den Folgen des Podcasts

Sehr interessant und gut nachzuvollziehen werden die Mechanismen unterschiedlichster Sekten und neuer weltanschaulicher Bewegungen dargestellt und um Ausstiegsgeschichten ehemaliger Mitglieder ergänzt.

Freie Tage nutze ich für mich – schlafe viel und lese in einer meiner Lektüren. Gerade ist es

Ich lese es langsam und konzentriert, finde es spannend.

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Hohe Luft – Frage 21

Gibt es einen guten Grund zu lügen?

Ja – wenn durch sie Verletzungen oder gar Todesfälle verhindert werden.

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Nr. 1 in D – meine Nr. 1 heute

Die Rolling Stones haben das erste Mal seit über 30 Jahren in Deutschland wieder eine Single – Nr. 1. Meine Nr. 1 heute war mein therapiefreier Tag, die Zeit für mich. Ich habe sie lesend, mit

und weiteren Büchern, verbracht.

Heute Abend werde ich gemütlich auf dem Sofa verbringen, meine Serie weiterschauen, im Moment sind es die bisher drei Staffeln

Ich mag das Hauptdarsteller-Trio und ihr Talent, sich selbst nicht bierernst zu nehmen.

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Hohe Luft – Frage 20

Ist es möglich, daß Dinge wirklich identisch sind?

Um mich dieser Frage zu nähern, gehe ich von eineiigen Zwillingen aus. Bekanntermaßen besitzen sie identisches Erbgut und wachsen im gleichen Umfeld zusammen auf. Beginnend mit der häuslichen und schulischen Erziehung führen sie ihr Leben mit identischen Voraussetzungen, und doch ist es offensichtlich, daß die einzelnen Zwillinge immer weiter zu eigenständigen Personen mit unterschiedlichen Interessen und Fähigkeiten werden. Man mag einwenden, daß theoretisch sämtliche Einflüsse auch im Alltag identisch bleiben können, doch ist offensichtlich, daß die Reaktionen auf diese anders sein werden, denn Zwillinge nehmen die Welt immer mit zwei Sätzen von Organen wahr, aus unterschiedlichen Perspektiven; aus der identischen Erbsubstanz entwickeln sich zwei Wesen selbst- & eigenständig.

Von diesen Gedanken ausgehend bin ich der Überzeugung, daß wirkliche Identität sowohl menschlicher Existenz als von Dingen nicht existieren kann, vielmehr entwickelt sich menschliche Identität gerade durch die Unterscheidbarkeit vom Gegenüber.

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An manchen Tagen…

… macht es einfach Sinn,

Playlisten durchlaufen zu lassen. Dann bekomme ich auch mal wirklich ungewöhnliches wie dieses zu hören.

Dazu lese ich den neuen Raabe, lasse es mir heute Abend gut gehen.

Das Wetter strengt mich mal wieder extrem an, die meiste Zeit verbringe ich in meiner Wohnung. Meine therapiefreie Woche lässt das ja zu.

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Hausaufgaben

Noch immer ist unsere Zeit bei den Alexianern im Zweiwochenrhythmus organisiert – 5 Tage therapeutische Arbeit, Wochendende, 5 Tage frei, Wochenende, wieder von vorne.

Die Arbeit in der Gruppe gibt mir, wie üblich, die Tagesstruktur, die mich im seelischen Gleichgewicht hält. Dort habe ich eine gute Portion an sozialem Netzwerk und Kontakt und eine passende Auslastung. Um diese und die Ruhe und damit mich in der jeweils freien Woche in der Waage zu halten, bekommen wir zum Ende der Arbeitswoche Aufgaben mit nach Hause, die wir nutzen können, um den Tagen eine Struktur zu geben. Das ist aber nur die eine Seite der Medaille, denn mit den Aufgabenstellungen und stichprobenartig abgefragten Ergebnissen stellen die Begleitung auch der therapiefreien Wochen sicher.

So sitze ich gerade über den Zetteln, die mir aufgedrückt wurden, und bekomme so meinen Nachmittag geschützt vor der für mich unangenehmen Hitze, mit

im Hintergrund.

Das gestaltet meine Tage ebenso wie Treffen und lange Telefonate mit T.

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Beruhigungen

Sie gibt es noch immer, die zwei Schweizer, die wie Kraftwerk zu den Pionieren der Elektronik – Musik gehören, Yello.

In der letzten Woche haben sie nun seit längerem wieder eine Single veröffentlicht. Obwohl sie nicht wirklich in mein musikalisches Universum gehören, spielen sie regelmäßig in meinem Alltag eine Rolle. Einige meiner Therapiekollegen leben mit autistischen Zügen unterschiedlichen Grades. Einer von ihnen hat eine sehr bezeichnende Reaktion auf Stress, er beginnt mit voller Energie auf der Stelle zu springen, verliert den Kontakt zu seiner direkten Umgebung, braucht dann Platz.

Nur dieser alte Song des schweizerischen Duos oder auch nur das charakteristische Riff des Songs gesungen, schafft es, diesen einen Kollegen aus seiner Welt wieder herauszuholen, ihn herunterzufahren. Das tut einfach gut, dies zu wissen.

Auch für mich gibt es immer wieder Musikentdeckungen, die es schaffen, mich aus Stress heraus zu holen, meine Gedanken neu zu lenken. Es ist Musik, die mich fasziniert.

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Stressabbau

In ihrer Stimmlage mitzusingen, die Energie in die Stimme zu packen, bringt mich runter, beruhigt mich immer wieder.

Nach Tagen wie heute, an denen Therapiekollegen sich rechts überholen, brauche ich das.

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🌞🌞

Vor kurzem habe ich diese Truppe entdeckt, habe einfach Spaß an ihrer Unbeschwertheit.

Ihr auch?

Habt einen entspannten Sonntag 🌞🌞

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Herausforderung

In ihre Musik höre ich mich gerade ein, versuche mir mit Hilfe von Tutorials einen Zugang zum Kehlkopfgesang zu bahnen.

Vielleicht klappt das ja?

Gute Nacht euch allen 🥱😴🥱

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Hohe Luft – Frage 19

Kann ich mich selbst kennen?

Diese Frage im Katalog der Philosophie – Zeitschrift scheint mir kein Zufall zu sein. Sie stellt sich an einem besonderen Tag – dem Jahrestag des Wunsches meiner Mutter nach Erleichterung. Heute vor einem Jahr ist sie zu IHM gegangen, im Inneren sprachlos und scheinbar erleichtert – mein Vater hat sie mit einem Lächeln auf den Lippen gefunden.

Angesichts dieser Erinnerungen und Gefühle, die gerade in mir aufwallen, kann ich die Frage ganz konkret beantworten.

„Ja, aber“ ist meine Antwort.

Ja, denn ich wie jeder von uns habe ja mein Leben lang Erfahrungen mit mir selbst gesammelt. Ich habe Faktenwissen über mich – Größe, Gewicht, Vorlieben, Abneigungen – gesammelt, ebenso aber einen Katalog von Gefühlen und Reaktionen entwickelt, mit denen ich auf meinen Alltag reagiere und Handlungen plane. Das geschieht über den Weg der Analogie – ändert sich die Situation, so kann ich Reaktion anpassen. Voraussetzung dafür bleibt aber, daß ich die Situation kenne.

Es ist nun ja offensichtlich so, daß wir mit dem Tod unserer Mutter keine Erfahrung machen können, das geht eben nur einmal. Daher:

aber jedwede Erfahrung mit dem Weggang von Freunden und anderen Familienmitgliedern kann nicht auf das vorbereiten, was mit uns passiert, wenn Vater oder Mutter sterben.

Da kann ich mich also nicht kennen, bin genauso schutzlos meinen Gefühlen ausgeliefert wie es mein direktes Umfeld auch gewesen und bis heute ist.

Erfahrungen, die jedem von uns den Boden unter den Füßen wegziehen, kreieren spontan feuchte Augen.

Ich sitze an meinem Arbeitsplatz, höre diesen Song aus einer YouTube – Liste – auch kein Zufall, bin ich überzeugt – und fühle mich im gerade weiten Kreis meiner Kollegen wirklich gut.

Zu Feierabend werde ich von einer guten Freundin abgeholt. Wir verbringen den restlichen Tag gemeinsam.

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Musik zur guten Nacht

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Hohe Luft – Frage 18

Wann hört das Leben auf, wann endet das Diesseits? Wer kann das wissen?

Es sind zwar nur zwei Fragezeichen in der Formulierung zu finden, doch bin ich davon überzeugt, die erste Frage in zwei aufteilen zu müssen, denn ich kann ein Diesseits nur denken, wenn ich die Existenz eines Jenseits für möglich halte, bedeutet, eine dualistische Denkweise voraussetzen kann. Genau das stimmt aber eben nicht, denn auch monistische Erklärungen des Beginns und des Endes menschlichen Lebens existieren und haben ihre Berechtigung.

Ganz platt ist zu konstatieren, daß wir – i.e. der Mensch – nicht wissen, wann das Leben endet, der Tod in der Regel ungeplant eintritt, und selbst dann ist unklar, was alles wissenschaftlich zu konstatieren ist, denn es fehlt ja nun mal eine entscheidende Perspektive – die des Sterbenden nach dem Tod. Unabhängig von diesem Faktum arbeiten sich die unterschiedlichsten Fachgebiete wissenschaftlich an dieser Frage ab.

Der Tod ist das Ende des Lebens bzw. das endgültige Versagen aller lebenserhaltenden Funktionsabläufe. Der Übergang vom Leben zum Tod wird Sterben genannt, der eingetretene Tod auch Exitus letalis. Die griechische Bezeichnung lautet Thanatos, die lateinische Mortus.
Die Schwierigkeit einer für alle Lebewesen gültigen Definition lässt sich durch die Beispiele Tod von Einzellern und Tod von Säugetieren verdeutlichen. Im ersten Fall ist der Tod entweder durch den unumkehrbaren Verlust der Zellintegrität (Lyse) oder den unumkehrbaren Verlust der Zellteilungsfähigkeit (durch Zerstörung des Genoms) definiert, im zweiten Fall durch die unumkehrbare Desintegration lebensnotwendiger Organe wie des Herzkreislaufsystems und des zentralen Nervensystems (Gehirn und Rückenmark), was wiederum durch das Absterben der einzelnen Zellen ausgelöst wird. Das Sterben ist ein Prozess und das Eintreten des Todes lässt sich selten exakt einem Zeitpunkt zuordnen. Der Tod ist der Zustand eines Organismus nach der Beendigung des Lebens und nicht zu verwechseln mit dem Sterben und Nahtoderfahrungen, die ein Teil des Lebens sind.
Die biologische Begründung für den natürlichen Tod – und das Altern – wird von Wissenschaftlern im Mechanismus der Evolution vermutet: Hat ein Lebewesen sein Erbgut erfolgreich weitergegeben (sind die Nachkommen überlebensfähig), dann existiert das Erbgut in den Nachkommen fort. Ereignisse, die erst nach der letzten erfolgreichen Weitergabe des Erbguts auf den weitergebenden Organismus wirken, haben keine direkte Auswirkung auf den Genpool der Art. Folglich können sich im Erbgut Faktoren ansammeln, die das weitere Leben nach der erfolgreichen Erbgutweitergabe bestimmen, ohne dass sie dem Selektionsdruck ausgesetzt sind. Dazu zählen Erbkrankheiten, die erst im fortgeschrittenen Alter ausbrechen, wie die Nervenkrankheit Chorea Huntington. Diese „genetisch unaufgeräumten Winkel“ verursachen, so die Theorie, den Alterstod. Dass der Alterstod nicht zwangsläufig sein muss, zeigen Experimente mit bestimmten Seegurken-Arten: Diese konnten über Jahrzehnte am Leben erhalten werden, ohne dass Alterungserscheinungen auftraten. Voraussetzung für die völlige Aussetzung der Selektion ist, dass es ein Alter gibt, von dem an eine Fortpflanzung nicht mehr möglich ist. Bei Lebewesen, die sich durch Knospung vermehren, ist dies oft nicht gegeben. Diese sollten nach dieser Theorie potenziell unsterblich sein.
Zwei Faktoren können jedoch nach der „Erbgutweitergabe“ einen Selektionsdruck auf Gene bewirken, die sich auf den Todeszeitpunkt auswirken: Bei vielen Lebewesen ist es Aufgabe der Eltern, ihre Nachkommen großzuziehen. Sterben die Eltern während dieser Zeitspanne, verringern sich die Chancen für das Überleben der Nachkommen und somit auch für die Weitergabe ihres Erbgutes an die nächste Generation. Andererseits würde ein extrem langes Weiterleben nach der Fortpflanzung oder gar nach dem Verlust der Fortpflanzungsfähigkeit dazu führen, dass für die Nachkommen weniger Platz und Ressourcen in ihrem Habitat vorhanden sind. In dieser Hinsicht ist der Tod der Eltern nützlich und notwendig für die Nachkommen.
Evolutionsbiologisch betrachtet, hat eine rasche Abfolge der Generationen den Vorteil, dass eine schnellere Anpassung an veränderte Umweltbedingungen möglich ist: Veränderter Selektionsdruck kann dann rasch zu einer Veränderung des Genpools führen. Dem steht entgegen, dass für komplexere Lebewesen längere Entwicklungs- und Lebensspannen (Zeitspannen für die Fortpflanzung) erforderlich sind.

Die hier kurz zusammengefasste Definition von Tod benötigt keine dualistische Auffassung vom Menschen. Das Ende des Lebens wird festgesetzt auf das Aussetzen der Organtätigkeit, welchem die Zersetzung der Biomasse folgt. Das bedeutet auch, daß es nichts mehr geben kann, was das Diesseits in welch Richtung auch immer verlässt. Damit erübrigt sich aber die obige erste Frage, und es schließt sich die letzte Frage an.

Die Antwort auf die letzte Frage lautet ganz schlicht: Niemand!

Die Art einer über die medizinisch – naturwissenschaftlichen Antworten hinaus gehenden Gewissheit, ist kein nicht hintergehbares Wissen, sondern eine Überzeugung, ein Glaube. Aus diesem entwickelte sich unter anderem die christlich – dualistische Seelenlehre.

An diese glaube ich, bin überzeugt, daß auch meine Mama ihren ewigen Platz an SEINER Seite gefunden hat.

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Angekommen…

… bin ich für heute wieder in meiner Wohnung.

Nach längerer Zeit war ich heute mal wieder auf dem Wochenmarkt gewesen und habe mir ein Mittagessen gegönnt.

Da ja noch immer das Essen auf dem Markt verboten ist, musste ich mir einen Platz zum Abstellen suchen.

Gefunden habe ich ihn dann auf der Mauer rund um den Innenhof des Bischofspalais und habe dort das Essen und das Wetter genossen. Solche Situationen mag ich sehr und werde das lange Pfingst – Wochenende gemütlich in meiner Wohnung verbringen, lesen, schreiben, Musik hören.

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Überführt…

… ist es jetzt, das Familienauto.

Gemeinsam mit meinem Vater bin ich vorgestern aus dem Münsterland in die Stadt ums Holstentor aufgebrochen, um meine Schwester mit dem neuen Raumgleiter auszustatten.

Gestern im Laufe des Nachmittags kam dann die dritte im Bunde mit ihrer Familie dazu, um heute gemeinsam den 72. Geburtstag unseres Vaters und Opas zu feiern.

Vor 5 Monaten – zu Weihnachten – haben wir uns zuletzt alle gesehen und sind allesamt Familienmenschen. Solche Zeiten sind für uns Feiertage, Zeiten zum langen Sprechen, gemeinsam mit den Kindern zu spielen, zu lachen und auch zu weinen.

Der Tag war wirklich gelungen.

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800 km

…in zwei Tagen per Zug und Bus. Das war und ist das spontane Projekt gestern und heute.

Münster – Lübeck – Borken – Münster

Da ich in meiner freien Woche (Coronawiedereinstiegtherapierhythmus) Zeit habe, unterstütze ich so meine Schwester und meinen Vater beim Kauf eines neuen Familienautos.

Ich habe von meiner Schwester die Kennzeichen und Papiere bekommen, so daß mein Vater zu Beginn der Woche das Auto abholen kann. In den Tagen danach wird es noch einmal aufgehübscht.

Am kommenden langen Wochenende werden mein Vater und ich dann das Auto gen Norden fahren, um dort dann auch gemeinsam seinen Geburtstag zu feiern. Er mag nicht zu Hause sein, um Gäste zu empfangen, in 10 Tagen jährt sich der Tod meiner Mutter zum ersten Mal.

Im Telefonat gestern hat er sich gewünscht,den Tag im ganz kleinen Kreis, mit Kindern und Enkelkindern zu verbringen.

Ich kann ihn gut verstehen, freue mich auf die Familienzeit.

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Mama – Tag

Heute hab ich die Mütter meiner Familie, meine Schwestern, angerufen und ihnen einen entspannten und schönen Tag im Kreis ihrer Familien gewünscht. Gestern habe ich mit meinem Vater gesprochen, um mich mit ihm darüber auszutauschen, was wir zum Jahres-Tag ihres Gangs zu IHM für sie und auch gemeinsam für uns tun können. Das Gespräch hat uns beiden sehr gut getan und waren uns einig, daß die Ideen meiner Schwestern auch ihm gefallen, dem Tag mit dem Gottesdienst eine schöne Struktur geben werden.

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Geglückt….

….ist der Wiedereinstieg in meinen Therapie-Alltag. Das war nicht nur das Verdienst meiner eigenen Motivation nach den insgesamt 7 Wochen notwendiger Pause so, auch die Bedingungen der Therapie kommen mir sehr entgegen.

Haben wir nach unserem Standort-Umzug schon eine ganze Menge mehr Platz pro Personen, könnten wir mit allen gemeinsam die Abstandsregeln nicht einhalten. So gibt es bei uns Alexianern einen stufenweisen Wiedereinstieg. Dieser soll dem Grad der Selbständigkeit in Arbeit und Hygiene gerecht werden. Ich durfte nun am vergangenen Montag wieder anfangen und war damit einer von 8ten in meiner Gruppe, die wir, wiederum auf zwei Räume verteilt, an unsere Aufgaben gehen durften.

In der kommenden Woche bekommt nun eine zweite Gruppe diese Gelegenheit, und wir werden uns zunächst auf unbestimmte Zeit abwechseln.

Zeigt sich, daß das System funktioniert, werden – passend zu den Vorgaben des Landes – weitere Kollegen dazu geholt und so auch ihnen wieder die gewohnte Tagesstruktur gegeben.

Bis wir wieder in voller Besatzung unseren Tag gestalten können, werden, so denke ich, noch einige Monate ins Land, denn einige unserer Betreuer sind an anderen Stellen eingesetzt, um die fehlenden Risikopatienten an unverzichtbaren Stellen zu ersetzen. Wie das endgültig gelingen wird, weiß ich noch nicht, kann aber sagen, daß mir dieser Wiedereinstieg wirklich gut tut.